CFP Carceral Geography/Geographien des Einschlusses, at the Deutscher Kongress für Geographie 2019 in Kiel, Germany, September 25-30

Logo CAU2019 brings our first ever call for carceral geography papers for a dedicated session at the German Geography conference/Deutscher Kongress für Geographie 2019, to be held at Christian-Albrechts-Universität in Kiel, Germany, 25-30 September 2019.

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L7-FS-166 Geographien des Einschlusses: Gefängnisse, einschliessende Institutionen und andere Formen der Sicherung und Sanktionierung

Organisers: Dr. Marina Richter, Dr. Anna Schliehe

English speakers are welcome. Any questions can be directed to Anna Schliehe – aks79@cam.ac.uk

Kurzabstract

Bisher hat sich die deutschsprachige Geographie kaum für Fragen der Inhaftierung und Bestrafung interessiert. Die Fachsitzung diskutiert aktuelle der Geographien des Einschlusses.

[English translation: German-speaking research in geography has very rarely engaged with questions around incarceration and punishment. This session aims to discuss carceral geography and geographies of closed space.]

Exposé

Zum weitherum konstatierten ‚punitive turn’ (Garland 2001) in der derzeitigen Praxis geschlossener Institutionen wie Gefängnissen, gesellt sich vermehrt auch ein Bestreben nach maximaler Sicherheit. Im Deutschen und Schweizer Jutizvollzug zeigt sich das exemplarisch an der Bedeutung der Verwahrung. Carceralgeographies, also die Geographie von Gefängnissen und anderen geschlossenen Räumen, wie Lagern oder Auffangstationen, befasst sich derzeit intensiv mit diesen Fragen. Dabei werden, wie bspw. auch in den security geographies und border studies Fragender Überwachung, Ein- und Ausgrenzung und Internierung kritisch diskutiert.

Für diese Fachsitzung sind wir interessiert an Beiträgen, die sich nuanciert mit der Beschaffenheit von geschlossenen Räumen und mit den Akteur*innen in ihnen beschäftigen und die darüber hinaus auch Fragen der Lokalisierung und Verteilung solcher Räume, der Beziehung zwischen einzelnen Institutionen und einem vermehrt „strafenden“ Staat analysieren. Beiträge können sowohl empirisch wie auch theoretisch ausgelegt sein. Als theoretische Leitlinien können, müssen aber nicht, die Arbeiten von Erving Goffman (1961), Michel Foucault (1975) oder auch Giorgio Agamben (1998) dienen. Als heuristische Instrumente können Kategorien wie Zeit, Mobilität oder Taktiken und Strategien des Lebens in geschlossenen Räumen dienen. Dabei müssen geschlossene Räume immer auch in Relation zur Gesellschaft und ihren Veränderungen gesehen werden. Denn die Gesellschaft bestimmt die Funktion solcher Räume: System der Korrektur und Wiedereingliederung oder Sammelraum für dysfunktionale Elemente der Gesellschaft (Durkheim).

Von Ebenen des Persönlichen zum Globalen wollen wir in dieser Fachsitzung die diversen Forschungsrichtungen der Geographien des Einschliessens erkunden. Neben konventionellen, vom Staat sanktionierten Gefängnisräumen, sollen daher auch weitere Räume im Fokus stehen wie Räume der Internierung von Flüchtlingen und Nicht-Bürger*innen, Geheimgefängnisse, Lager oder auch Formen von Internierung die sich nicht auf physische Immobilität beschränken. Themen können beinhalten:

– Theoretische Konzeptionen von ‚Carcerality‘ und Einschluss

– Elektronische Überwachung, Kameraüberwachung und Sekuritisierung

– Mobilität und Internierung

– Körper und ihre Materialität in geschlossenen Räumen

Papers should be submitted via this portal: https://www.con-gressa.de/dkg2019/ by the deadline of 25 January 2019

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